Tagungen

Gemeinsam mit Tomy Brautschek und Maximilian Haberer
((((A.I.2020)))) ACOUSTIC INTELLIGENCE – Hören und Gehorchen Jahrestagung 2020 der AG “Auditive Kultur und Sound Studies” der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), 30.1.-1.2.2020 (HHU Düsseldorf)

„Acoustic intelligence“ ist ein Begriff der militärischen Überwachung und beschreibt den Informationsgewinn durch das Speichern und Prozessieren akustischer Phänomene. Bei der Jahrestagung der GfM-AG Auditive Kultur und Sound Studies 2020 soll dieser Begriff in einem weiteren Sinne des (Ab-)Hörens und Gehorchens verstanden werden. Hieraus eröffnen sich zum einen Perspektiven, die das Ohrenmerk auf die Herausbildung akustischer Überwachungs- und Reglementierungsprozesse legen. Zum anderen rücken bei einem weiteren Verständnis von „acoustic intelligence“ auch maschinelle agencies in den Fokus, beispielsweise in Form selbstlernender Algorithmen und künstlicher Intelligenzen. Leitgebend für die Tagung sind somit Fragen nach Hörregimen, -techniken und Dispositiven, wie auch nach der Handlungsmacht von Kompositions- und (Ab-)Hörgeräten im Kontext elektronischer und digitaler Technologien.


Gemeinsam mit Dr. Maren Haffke
Akustische Dokumente / Sonic Documents
Jahrestagung 2019 der AG “Auditive Kultur und Sound Studies” der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), 18/19.2.2019 (Ruhr-Universität Bochum)

„Akustische Dokumente“ verweisen auf mediale und institutionelle Strategien der Beglaubigung, durch die Klang Beweiskraft erlangt. Sie liegen in Sammlungen und Archiven, zeugen in forensischen, medizinischen und technopolitischen Verfahren der Zertifizierung und Legitimierung von Wissen; und sie werden in künstlerischen Praktiken verwendet. Akustische Dokumente können Field Recordings und Stimmaufzeichnungen sein, sie werden u.a. in der Musikethnologie und in der Bioakustik, in den Lebenswissenschaften und in der Ökologie produziert und ausgewertet. Sie entstehen in der Selbstdokumentation und im automatischen Monitoring durch Observation, sie verwalten biometrische Zugänge und sichern diskursive Ausschlüsse.


Gemeinsam mit Dr. Johannes Pause und Dr. Tobias Nanz
NEW ORDER– Zur Kippfigur Ordnung/Störung
Abschlusstagung der ERC-Forschergruppe The Principle of Disruption, 16.-18.11.2017 (TU Dresden)

Plakat zur Ankündigung der ERC-Abschlusstagung "New Order" vom 16. bis 18. November 2017

Angesichts der Persistenz ökonomischer, politischer und ökologischer Krisen wird derzeit der Ruf nach neuen Ordnungen laut, welche die Kontingenz und Dynamik moderner Wirklichkeiten in Stabilität und Überschaubarkeit rücküberführen sollen. Wenn populistische Bewegungen etwa versprechen, die aktuellen Migrationsbewegungen in ‚geordnete Bahnen‘ zu lenken, und Politiker wie Donald Trump ihre Erfolge vor allem Ordnungsversprechen zu verdanken scheinen, geben sie vorderhand das Ziel einer sozialen Entstörung aus; zugleich aber stören sie selbst bestehende Organisationsformen, denen sie die Fähigkeit aberkennen, noch länger Ordnung stiften zu können. Parallel hierzu suchen etablierte Ordnungen solche Störmomente präventiv einzuhegen und bewegen sich damit ebenfalls innerhalb der Kippfigur Ordnung/Störung.


Mit Zuzana Biľová, Lisa Marie Bowler, Madalina Rosca, Mara Rusch
GESETZE DER KUNST: Recht und Ritual
Interdisziplinäres Symposium für Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des Promotionsprogramms ProArt, Ludwig-Maximilians-Universität, Department Kunstwissenschaften (München, 19./20.4.2013)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Es gibt ein Kunstgesetz, das ewig ist: Wir wollen nicht gelangweilt werden!“, so fasst Kurt Tucholsky die Essenz des künstlerischen Schaffens zusammen. Doch welchen Regeln folgen ästhetische Phänomene? Welche Muster zeigen sich bei der Produktion, Präsentation, Rezeption und Interpretation von Kunstwerken? Welche Rolle spielen diese Regeln als ästhetische Stilmittel und bei der Anerkennung eines Kunstwerkes als ein solches? Und was passiert, wenn das innere Regelwerk der Kunst mit einem anderen in Konflikt gerät oder Kunstwerke gegen geltendes Recht verstoßen? Grundsätzliche Bedeutung für die Annäherung an solche Gesetze der Kunst können Kategorien wie Recht, Ideologie, Ritual und Inszenierung besitzen. Diese sind multiperspektivisch und interdisziplinär einsetzbar, je nach gewähltem Forschungsgegenstand ‚verschiebbar‘ und sollen bei der Ausrichtung und Fragestellung der Untersuchungsgegenstände helfen.