ZUKUNFT(((s)))MUSIK: Postdigitale Verbindungen

Bern & Basel  ||  März 2026

Unterwegs in der Schweiz,  auf zwei Tagungen: Postdigital Resonances in Bern und 50 Jahre Elektronisches Studio Basel. Der verbindende Zugriff für mich: Musicking Future – Futuring Music.

In Basel eröffne ich mit einer Keynote zur Frage, wie sich Zukunft nicht nur denken, sondern gestalten lässt. Ausgehend von einer spekulativen sonic/theory fiction – einer Zeitreise ins Studio 2099 – taste ich Zukunft als Utopie an und verstehe das Studio zugleich als transhistorische Heterotopie: statt linearer Fortschrittslogiken rücken multiple Zeitlichkeiten und alternative Linien der Musikgeschichte in den Fokus.

Aus Bern nehme ich vor allem mit, dass das Postdigitale – ursprünglich mit Störung und Glitches (Cascone) assoziiert – heute eher nach neuen Verbindungen, nach kinship sucht. Dabei richte ich mein Ohrenmerk auf posthumanistische Positionen und postdigitale Perspektiven, die durch eine kleine, aber wirkmächtige Vorsilbe verbunden sind – POST – die sich diskursanalytisch durchdekliniert lässt: Zeitlich wie räumlich verfasst, markiert sie Übergänge, Verschiebungen und Paradigmenwechsel – und bringt also neue Wirklichkeiten hervor: Musicking Future – Futuring Music.

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